Essen

Mütter berichten immer wieder in der Beratung, dass sie über eine Stunde mit ihrem Kind am Tisch sitzen, um Nahrung in das Kind zu bekommen. Die Eltern machen sich Sorgen um ihr Kind, dass in ihren Augen nicht genügend zunimmt. Mit viel Fantasie versuchen Eltern ihr Kind dazu zu bewegen, die vorgesehene Essensportion in sich aufzunehmen. Nicht selten gibt es dabei einen Kampf mit Geschrei und Tränen des Kindes. In vielen Fällen stellt sich in der Beratung heraus, dass die Eltern ein sehr großes Augenmerk auf das Essen des Kindes legen, allerdings sich selber kaum Zeit nehmen, um ihre Mahlzeiten ohne Stress und Anspannung einzunehmen. Viele Mütter oder Väter vergessen sich somit selbst, während sie mit dem Kind ringen, dass es seine Mahlzeiten regelmäßig einnimmt. In der Emotionellen Ersten Hilfe versuchen wir diese Stresszyklen gezielt zu durchbrechen. Dabei liegt das Augenmerk weniger auf verhaltenstherapeutischen Trainings oder Weitergabe von Ratschlägen und Tipps, sondern vielmehr darin, die Eltern durch gezielte Körperwahrnehmung darin zu schulen, die bedrängenden Gefühle wahrzunehmen, anzuerkennen und in einen Zustand der Gelassenheit und Aufnahmebereitschaft zurückzukehren.